Palo Santo, Ecuador, Bio
Duft: beim Verräuchern angenehm süßlich, harzig-holzig, leicht nach Kokos, mit feiner Zitrus-/Vanillenote.
Steckbrief: „Heiliges Holz" aus den Trockenwäldern Ecuadors und Perus · geräuchert wird das gealterte Kernholz · verwandt mit Weihrauch und Myrrhe.
Der Geist der Pflanze. Palo Santo heißt übersetzt „Heiliges Holz". Unseres beziehen wir aus einem nachhaltig-ökologischen Projekt in Ecuador, das durch Ausbildung und Beschäftigung der indigenen Bevölkerung fair betrieben wird — und das keine lebenden Bäume fällt: Verwendet wird nur Holz, das nach dem natürlichen Lebensende des Baumes viele Jahre am Boden gelegen hat. Erst dann entfaltet das Kernholz seinen vollen, süßlich-feinen Duft.
Wirkung (überliefert). Seit Jahrtausenden räuchern die Menschen der Anden das Heilige Holz, um — so die Überlieferung — schlechte Energie („mala energía") aufzulösen und Gutes anzuziehen. Der Legende nach erschuf das „Große Geheimnis" das Holz, um die Menschen von einer Plage aus Dämonen zu befreien. Wir verwenden es für Räucherzeremonien, Dankesrituale, zur Reinigung und Beruhigung — und traditionell auch zur Insektenabwehr.
Anwendung. Ein Stäbchen anzünden, kurz brennen lassen, Flamme ausblasen und das glimmende Holz über einer feuerfesten Schale halten; es erlischt meist von selbst und ist wiederverwendbar. Späne gehen auch auf Räucherkohle oder Stövchen.
Vertieftes Wissen. Bursera graveolens ist nicht bedroht (IUCN „nicht gefährdet") und nicht CITES-gelistet; Peru reguliert die Ernte staatlich (nur Fall-/Totholz), Ecuador forstet auf. Entscheidend ist die Herkunft — nur reguliert geerntetes Totholz ist duftstark und ethisch sauber. Achtung Namensverwechslung: Ein ganz anderer, geschützter Baum („Palo Santo Argentino", Bulnesia sarmientoi, CITES II) trägt denselben Handelsnamen — wir führen ausdrücklich das ungefährdete ecuadorianische Bursera-Holz.
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